Julian und Lea in Neuseeland

25Mai
2017

Angekommen im Urlaub

Der heutige Tag stand ganz unter dem Motto Erholung. Wir haben lange geschlafen und sind irgendwann gegen Mittag an den Strand gegangen. Auf Koh Samui ist unser Hotel in einem Ort namens Chaweng, der so als Ballermann der Insel gilt. Das ist ja eigentlich nicht, was wir wollen, allerdings haben wir hier das schönste Hotel gefunden und der Strand soll auch der beste sein. Wir sind also auf alles verbereitet an den Strand gegangen und wurden positiv überrascht. Hierbei kommt uns wohl die Nebensaison zugute, denn es war überhaupt nicht voll, nicht vermüllt und es haben einen auch kaum Verkäufer angesprochen. Zwischendurch war zwar mal eine Strandbar mit Musik, aber wir haben eine ruhigere Ecke gefunden. Dort haben wir uns also schön unter Palmen auf Liegen gelegt, aber da wurden wir dann leider von einem Hotelmitarbeiter des dortigen Hotels verscheucht. Wir waren wohl doch zu dreist. :D Also sind wir etwas den Strand entlang gegangen zu einem anderen ruhigeren Platz und haben dort unter Palmen unsere Handtücher ausgebreitet. Da war es auch schön. Da haben wir einen entspannten und schönen Nachmittag verbracht, der Strand ist auch echt toll: Weißer und feiner Sand und das Meer ist hellblau, klar und warm.
Danach sind wir auf der Suche nach Essen durch die Stadt spaziert, die wirklich sehr auf Touristen ausgerichtet ist. Es gibt sehr viele Restaurants, Bars, Clubs und kleine Läden mit Dingen für den Strand. Demenstrechend ist das Essen auch leider teurer als in den Städten. Vielleicht müssen wir jetzt wohl oder übel einmal statt zweimal am Tag essen gehen und sonst was beim Supermarkt besorgen. Auch nicht so schlimm. ;)
Für heute Mittag (bei uns immer eher Nachmittag, da wir erst spät abends wieder essen und spät frühstücken) gab es dann Instantnudeln. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie scharf die waren. Dagegen war alles andere, was wir hier gegessen haben, garnichts! Nächstes Mal tun wir weniger von dem Pulver da rein... :D
Vorhin waren wir dann noch in unserem richtig coolen Hotelpool, den wir für uns alleine hatten. Der Pool liegt oben auf dem Berg und man hat eine tolle Aussicht über die Bucht. Wir sind dort geblieben, bis es dunkel war und die Lichter im Dunkeln sahen von dort auch nochmal schön aus. Auf den Bildern sieht es leider nicht so gut aus. Jetzt sitzen wir im Hotelzimmer und entspannen, nachdem wir eben noch einen Grashüpfer fangen und aus dem Zimmer befördern mussten. Gleich gehen wir nochmal raus zum Essen. Insgesamt haben wir das Gefühl, dass es hier auf der Insel von der Hitze und Luftfeuchtigkeit etwas angenehmer ist, als in den Städten auf dem Festland. Mal sehen, ob das nur heute so war.
Morgen wollen wir die Insel mal etwas genauer erkunden.
Bis bald :)

 

24Mai
2017

Vom Dschungel mit Tuktuk, Flugzeug, Bus, Fähre und Shuttle auf die Insel

Heute sind wir von Chiang Mai ganz im Norden in den Süden Thailands gereist. Genauer: Nach Koh Samui. Diese Reise war echt anstrengend. Julian wollte mir nicht glauben, dass zwei Stunden vorher am Flughafen bei Inlandsflügen reicht, also waren wir schon um 10 Uhr mit einem Tuktuk am Flughafen... Der Flug ging um 13:15 Uhr und wir konnten um 11:45 Uhr überhaupt erst einchecken. :D Schon als wir in den Flughafen gehen wollten, wurden unsere Rucksäcke durchleuchtet und wir mussten durch die Kontrolle gehen und dann vor dem Gate nochmal. So konnte man nichtmal etwas in den Flughafen reinbringen.
Der Flug ging dann aber pünktlich los und wir waren sehr froh darüber, denn wir hatten sehr knapp einen Bus gebucht, der uns vom Flughafen zur letzten Fähre bringen sollte. So standen wir sehr unter Druck diesen Bus zu bekommen, da wir ja auch schon ein Hotel auf der Insel hatten. Zum Glück kam das Flugzeug überpünktlich in Surat Thani an, wir konnten direkt in den Bus, der ein paar Minuten später losgefahren ist. Nach etwa 1,5h Fahrt waren wir am Fähranleger und konnten direkt in die Fähre, die auch direkt losgefahren ist. Bis dahin hat zum Glück alles reibunglos geklappt. In der Fähre hatten wir dann aber keine Ahnung, wo die Fähre anhält und ob die mehrere Anleger auf der Insel anfährt, da es dazu im Internet verschiede Infos gab. Wir wollten einfach einen Mitarbeiter fragen, aber keiner konnte Englisch! Keiner! Also sind wir einfach beim ersten ausgestiegen, der wahrscheinlich auch der einzige war.
Vom Anleger mussten wir dann aber noch auf die andere Seite der Insel. Überall auf dem Schiff wurde mit billigen Shuttles geworben, doch dann standen da nur Shuttles, die schon vorgebucht Leute mitnehmen wollten. Dann wurden wir auch noch von Unmengem von Taxifahrern angelabert, die alle viel zu hohe Preise hatten. Wir waren schon völlig entnervt und ich höchst gestresst. Nach ewigem Rumgefrage und Rumgerenne haben wir dann zum Glück noch den letzten der billigen Shuttles bekommen, der ganz weit weg vom Anleger stand. Mit dem wurden wir dann zum Glück schnell zum Hotel gebracht, wo wir dann auch problemlos einchecken konnten und ein schönes Zimmer bekommen haben. 
Dann ging es eben nur noch zum Abendessen in die Stadt. Auf dem Weg hat es dann plötzlich geknallt und es wurde dunkel! Stromausfall! Alles war völlig dunkel, wir mussten noch einkaufen und in dem Laden lief auch nichts mehr. Zum Glück haben wir an einem Essenstand noch was zu essen bekommen und liegen jetzt völlig kaputt im Bett.
Morgen gehts dann los mit Urlaub!
Bis bald :)

 

23Mai
2017

The Golden Triangle

Heute hatten wir unseren langen Tag, es ging ins "Goldene Dreieck" im Norden von Thailand. Früh um kurz nach 7 wurden wir von unserem Shuttle abgeholt. Wir haben uns für einen Tagestrip in den Norden entschieden, da wir ja in Thailand nicht so viel Zeit haben, aber noch möglichst viel sehen wollten. Das ist ein ganz anderes Reisen als in Neuseeland, wo wir uns alles ganz genau angucken konnten...
Mit dem Shuttle, in dem noch 10 andere Leute von überall saßen (UK, Chile, Singapur, China,...) ging es erstmal 1,5h zu den "Hot Springs". Die Hot Springs waren nach Taupo und Rotorua nichts besonderes, nur eine kleine heiße Quelle im Boden, der Stopp hat aber sowieso eher als Frühstücks- und Toilettenpause gezählt. Danach ging es weiter nach Chiang Rai, wo wir den "White Temple" besucht haben. Dieser Tempel macht seinem Namen alle Ehre, ist wunderschön und vor allem was anderes als die anderen Tempel hier in Thailand. Er ist toll ausgeschmückt und verziert und durch ganz viele kleine Spiegelsteine funkelt und glitzert er in der Sonne. Um den Tempel zu erreichen muss man über eine kleine Brücke gehen, wo von beiden Seiten ganz viele Hände aus der Tiefe greifen, die die Hölle symbolisieren. Auf dieser Brücke darf man nach thailändischem Aberglauben nicht stehen bleiben, das interessiert die Unmengen an Touristen, die Bilder machen wollen, aber eher wenig. :D
Der Tempel ist aber auch im Inneren ganz anders als die anderen, die wir gesehen haben. An einer Wand sind ganz viele kleine Figuren in das Gesamtkunstwerk eingezeichnet, wie z.B. ein Minion, Spiderman, Harry Potter, Yoda und ganz viele andere. Nicht unbedingt was man in einem Tempel erwartet, aber sehr witzig. Auch die Anlage war sehr liebevoll und schön gestaltet mit vielen kleineren verzierten Pavillons, Statuen, einem kleinen Buddhagarten und einem Gang, dessen Decke mit "Lucky Leafs" verziert ist. Diese Lucky Leafs sind kleine Anhänger, die man hier kaufen und beschriften kann und die dann dort an die Decke gehängt werden. Highlight war dann noch die schönste Toilette der Welt, ein schönes, prunkvolles, goldenes Gebäude, wo auch im Inneren alles golden und verziert ist und wo der Toilettengang nochmal ein anderes Erlebnis ist... :D
Vom White Temple ging es weiter zum "Hill Tribe Village", wo Flüchtlinge aus Myanmar leben und kleine Dinge auf einem Markt verkaufen. Das fanden wir garnicht gut, da das so ein Vorführen von Menschen war und man sogar in deren Häuser gucken konnte. Irgendwo sollte es eine Grenze geben. Deshalb haben wir uns auch gegen einen Besuch des "Long-Neck-Village" entschieden, wo man auch noch mit unserer Tour hätte hingehen können. Wir haben lieber mit einigen anderen im Bus gewartet. Im Long-Neck-Village leben die Mädchen und Frauen, deren Hals mit goldenen Ringen gestreckt wird und die alle vier Jahre noch einen Ring mehr um den Hals bekommen.
Von dort ging es endlich Mittag essen in ein thailändisches All-you-can-eat Buffet. Das war super lecker und wir können die Menschen nicht verstehen, die bei einem Buffet nur einen Teller essen.
Gestärkt ging es dann ans Goldene Dreieck, wo wir erstmal eine Bootstour auf dem Mekong gemacht haben. Direkt an der Grenze zu Thailand liegen mehrere Casinos in Myanmar und Laos, da es in Thailand verboten ist. Darunter ist auch das "Laos Vegas". :D
Auf der anderen Seite des Flusses sind wir in Laos an Land gegangen, wo man problemlos ein Visum bekommen hat. Wir sind dort sowieso nur auf einen Markt gegangen, wo man ganz schrecklich die Armut der Menschen gemerkt hat. Überall sind Kinder mir zerfetzten Klamotten rumgelaufen und haben gebettelt und vermutlich geklaut und am Rand saßen zerlumpte ausgemergelte Erwachsene. Da haben wir uns nicht wohlgefühlt, aber zumindest waren wir mal in Laos. Der Markt war auch nochmal ein Erlebnis für sich. Überall wurden bedenklich aussehende Messer verkauft, ganz viele Zigaretten und Krimskrams und vor allem "Snakewhiskey". Das ist Whiskey, in dessen Flasche eine echte Schlange oder ein Skorpion drin schwimmt und was irgendwie ziemlich ekelig ist. Die Leute dort denken aber, dass es sie stärkt, diesen Whiskey zu trinken. Die Leute aus unserer Gruppe, die probiert haben, meinten er sei ziemlich stark und ekelig.
Vom Markt aus sind wir noch ein bisschen über den Fluss gefahren, wobei der Tourguide in einem Fragespiel Geld aus Laos verschenkt hat. Wir haben leider nichts gewonnen, da wir zu langsam waren, dafür haben wir von dem Paar aus England, die zwei gewonnen haben, einen geschenkt bekommen. Da haben wir wohl mal wieder Muttergefühle geweckt... Ist ja schön öfter passiert. ;)
Zu guter Letzt ging es noch auf einen Aussichtspunkt, von wo aus man über den Fluss und alle drei Länder des Goldenen Dreiecks sehen konnte. Vorne ist Thailand, links Myanmar und rechts Laos, um das Foto zu erklären. :) Dort gab es dann auch noch einen Tempel, in den wir aber nur kurz reingeguckt haben, weil er sehr alt ist.
Jetzt sitzen wir im Shuttle zurück nach Chiang Mai und werden wohl zwischen 8 und 9 wieder zurück im Hotel sein. Wir hatten heute echt einen tollen unf spannenden Tag.
Morgen fliegen wir dann auch schon in den Süden!
Bis bald :)

 

22Mai
2017

Auf dem Doi Suthep

Jetzt sind wir schon seit einer Woche in Thailand und haben es heute mal etwas ruhiger angehen lassen. Nach den ganzen anstrengenden Tagen brauchten wir mal ein bisschen Pause. Also haben wir lange ausgeschlafen und haben unsere Wäsche zu einer "Wäscherei" gebracht. Diese Wäscherei war eher eine Frau, die Wäsche anderer Leute wäscht, trocknen lässt und bügelt und wo man alles abends wieder abholen kann. Es hat zum Glück alles gut geklappt, auch wenn wir unsere Bedenken hatten, unsere Klamotten da alleine zu lassen.
Nach dem Frühstück sind wir dann zum Nordtor der Altstadt von Chiang Mai gegangen, von wo aus man Taxen zum "Doi Suthep" nehmen kann. Der Doi Suthep ist ein Berg westlich von Chiang Mai, auf dem der bekannteste Tempel der Stadt steht und als Must-Do in Chiang Mai bezeichnet wird. Das wollten wir dann natürlich auch machen. Die Taxen, die dort hinfahren, haben extra günstige Preise, aber nur weil sie auch immer mit 10 Personen auf den Berg fahren. Es ist aber jetzt in dieser Saison schwierig so viele Leute zu einer bestimmten Zeit zu finden, dass wir da nur mit drei Mädels standen. Der Fahrer wollte dann von jedem 150 Baht, statt 100 für die Hin- und Rücktour haben, was wir erstmal nicht wollten. Wir haben hin und her überlegt und hatten dann die Idee zu fünft ein Tuktuk zu nehmen. Der Fahrer hätte uns für 140 pro Person transportiert, aber das hat den Taxifahrer so aufgeregt, dass er, der vorher auf keinen Fall mit dem Preis runtergehen wollte, uns für 120 Baht gefahren hat. Das war mal ein Erfolg. ;)
Die Fahrt auf den Berg hat etwa eine halbe Stunde gedauert und war vor allem am Ende sehr schön durch den Dschungel. Leider war die Straße extrem kurvig und der Fahrer ist wie ein Verrückter gefahren, sodass uns beiden etwas schlecht war. Oben angekommen sind wir dann in Richtung Tempel gegangen und es ging uns schnell wieder gut. Zum Tempel musste man eine sehr lange Treppe hochgehen, deren Geländer wie eine Schlange verziert waren und die sehr schön aussah. Dafür war das Hochgehen bei der Hitze auch eine echte Tortur... ;) Dann ging es in den Tempel, wo wir wieder ein Ticket kaufen mussten. Hier in Thailand müssen nur Ausländer Tickets kaufen, die Thailänder können so rein. Das wäre in Deutschland undenkbar, vor allem immer die Schilder mit "Ausländer hier entlang" und so etwas. Aber naja... Der Tempel war trotzdem schön, aber nicht so besonders, wie man es für das Markenzeichen der Stadt erwarten würde. Am beeindruckendsten waren die Aussichtsterassen vom Berg auf die Stadt, die fast komplett vom Smog verdeckt war. Was ihr auf dem Bild seht, sind keine Wolken, sondern alles Smog. Etwas bedenklich...
Die Tempelanlage des Doi Suthep war sehr nett eingerichtet mit ganz vielen Glocken und Gongs, kleinen Statuen und einem Teich mit Fischen und der Tempel selber war wieder sehr prunkvoll verziert und hatte einen großen vergoldeten Turm in der Mitte, mit vielen vergoldeten Statuen drumherum. Als wir den Tempel erkundet haben, sind wir noch ein bisschen über den Markt geschlendert, wo wir mal wieder leckere frittierte Insekten gesehen haben... Wir könnten sowas niemals essen. :D Dann sind wir noch kurz in den Garten hinter den Ständen gegangen, wo es mal etwas angenehmer und ruhiger war. Zurück ging es dann wieder mit Vollgas in die Stadt und wir waren froh wieder aus dem Taxi raus zusein. Den Rest des Tages haben wir mit ausruhen und Hotel buchen auf Koh Samui verbracht. Eben waren wir noch vor unserem Hotel essen, da wir nicht mehr so weit gehen wollten. Jetzt ruhen wir uns aus, denn morgen haben wir einen langen Tag vor uns. ;)
Bis bald :)

 

  

21Mai
2017

Elefanten, Dschungel und Rafting

Heute hatten wir einen sehr anstrengenden, ereignisreichen und schönen Tag! Es ging zu den Elefanten und in den Dschungel. Sehr lange haben wir überlegt, ob wir was mit Elefanten machen wollen und wenn ja bei welchem Anbieter, da es hier sehr viele Elefantentouren gibt. Klar war, dass wir auf jeden Fall nichts mit Elefantenreiten machen wollten und haben und danach dann ganz viele Bewertungen von anderen Anbietern durchgelesen, wie die mit den Tieren umgehen. Im Endeffekt haben wir uns dann für eins entschieden und konnten sogar noch kurzfristug für heute buchen. Ein Hoch auf die Nebensaison. ;)
Heute Morgen wurden wir dann pünklich im Hotel abgeholt und es ging etwa 1,5 Stunden, unterbrochen von einer Toilettenpause an einem Markt, in den Dschungel zum Elefantencamp. Unsere Gruppe bestand aus acht Leuten, zwei Mexikanerinnen, einem englischen Paar und einem kanadischen Paar, alle in den Zwanzigern. Wir durften uns mehrmals anhören wie jung wir aussehen. ;) Die Leute waren aber alle super nett und wr konnten uns gut unterhalten, vor allem da die Kanadier auch grade in Neuseeland waren.
Im Elefantencamp wurde uns dann sehr viel über die Tiere erzählt, wie wir mit ihnen umgehen und worauf wir achten müssen. Dann durften wir sie auch schon mit Bambusstangen und Bananen füttern und sie sind immer zutraulicher geworden. Irgendwann  hat ein Elefant sogar ein bisschen Wasser mit dem Rüssel rumgeprustet und alle sind nass geworden. Die Elefanten waren sehr süß und wir sind alle garnicht mehr aus dem Strahlem rausgekommen. Es ist so toll, direkt neben so großen Tieren zu stehen, sie zu füttern und zu streicheln. Ein Elefant hat mich sogar mit dem Rüssel an die Wange gestupst, da hatte man sogar ein leicht mulmiges Gefühl bei so einem großen Tier, es war aber auch schön. Danach haben wir noch mehr über Elefanten gelernt wie z.B. die Unterschiede zwischen afrikanischen und asiatischen Elefanten und woran man die Stimmung von Elefanten erkennen kann. Das war nochmal sehr interessant. Wir sollten dann aus Reis, Salz und einer sauren Frucht Medizin für die Elefanten herstellen, die die Elefanten von innen "ausspülen" soll und haben die dann auch an die Elefanten verfüttert. Dann ging es mit den Elefanten in den Fluss, wo wir sie mit Wasser überschütten und abschrubben sollten, was am Ende zu einer richtigen Wasserschlacht geworden ist und sehr lustig war. Leider gab es dann auch schon Mittagessen und wir mussten uns danach von den Elefanten verabschieden. Wir waren sehr froh, dass es den Elefanten dort scheinbar ganz gut ging und sie sich um ihre vier Tiere gut kümmern. Wir hoffen, dass der Schein nicht trügt, wir haben zumindest nichts schlimmes gesehen und hatten ein schönes Erlebnis mit den Elefanten.
Nach dem Essen ging es mit dem Jeep weiter in den Dschungel, von wo aus wir etwa eine Stunde zu einem Wasserfall gewandert sind. Es war cool mal durch den Dschungel zu gehen und diese riesigen dichten Bäume mit den Lianen zu sehen. Das sah schon sehr beeindruckend aus, obwohl wir natürlich immernoch in Touristengebieten waren. Alleine trauen wir uns aber doch nicht in den Dschungel... Der Wasserfall war auch schön und vor allem eine willkommene Erfrischung nach der anstrengenden Wanderung in der Hitze. Wir sind alle direkt ins Wasserfallbecken gehüpft, haben unter dem Wasserfall geduscht und sind haben uns dahinter gesetzt. Zurück ging es dann wieder durch den Dschungel und die Hitze und beim Jeep angekommen war von der Wasserfallerfrischung nichts mehr zu merken. Dafür ging es dann noch zum Rafting. Uns hätten Elefanten und Dschungeltrecking vollkommen gereicht, aber wenn es nunmal in der Tour mit inbegriffen ist, dann sagt man ja nicht nein. ;) Ausgestattet mit Helm, Schwimmweste und Paddel ging es dann ins Boot. Anders als in Neuseeland gab es kaum eine Einführung und es ging direkt los. Zuerst war der Fluss noch ruhig, doch dann ging es in ein Gebiet mit sehr vielen Stromschnellen und Steinen im Wasser und wir sind mehrmals fast aus dem Boot gefallen. Es war sehr wenig Wasser im Fluss, sodass wir mehrmals fast aufgesetzt sind und auch manchmal gegen die Steine gerammt sind. Also in Neuseeland haben wir uns beim Rafting trotz 7m-Wasserfall sicherer gefühlt, aber das hier hat auch total viel Spaß gemacht. Schön war auch noch die ruhigere Fahrt am Ende, wo wir nochmal an ganz vielen Elefanten vorbeigekommen sind, die am Ufer und im Wasser rumgelaufen sind und wobei man auch nochmal den Dschungel am Rand genießen konnte. Leider gibt es davon keine Bilder, da man keine Kamera mitnehmen durfte. :(
Nach den ganzen Aktionen waren alle total erledigt und es ging zurück mit dem Jeep in die Stadt, wo wir wieder beim Hotel abgesetzt wurden. Wir hatten heute einen echt tollen Tag und haben so viel erlebt, wobei das absolute Highlight die Nähe zu den Elefanten war. Das war ein unvergessliches Erlebnis! ;)
Wenn wir uns ein bisschen ausgeruht haben, geht es noch zur "Sunday Walking Street". Der Markt soll der große Bruder der Saturday Walking Street sein und nochmal größer und voller. Wir sind mal gespannt.
Bis bald :)

 

20Mai
2017

Im Nachtzug nach Chiang Mai

Gestern Abend sind wir Essen gegangen, bevor es zum Bahnhof zu unserem Nachtzug weiterging. Wir hatten beide ein super leckeres Curry, das wirklich etwas schärfer war als erwartet. Aber zum Glück noch lecker scharf... ;) Danach waren wir pünklich um kurz vor 9 am Bahnhof, da unser Zug um 10 nach gehen sollte. Blöderweise hatte der Zug 1,5 Stunden Verspätung und wir und zwei andere Deutsche sind nach einer Stunde sogar fast in den falschen Zug eingestiegen. Um kurz vor 11 saßen wir dann aber zum Glück im richtigen Zug nach Chiang Mai. Da wir erst am Vortag die Tickets besorgt haben, hatten wir leider keine Schlafplätze beeinander, sondern an den beiden entgegengesetzten Enden des Wagons. Zum Glück hatte jedes "Bett" einen Vorhang, sodass man seine Privatsphäre hatte. In dem Zug zu schlafen, war nochmal was ganz anderes. Der Zug hat so stark gewackelt, dass man fast das Gefühl hatte, aus unseren oberen Betten zu fallen, es war extrem laut mit 40 Leuten im Wagon und der Zug war so runtergekühlt, dass wir beide gefroren und heute Halsschmerzen haben. Die Toilette war auch ein Traum: Sie bestand aus einem Loch im Boden, das direkt auf die Schienen ging. Wir haben aber ansonsten beide die Zugfahrt gut überstanden und haben sogar um die 5 Stunden Schlaf bekommen.
Um 10 Uhr in Chiang Mai angekommen war dann die Hitze wie ein Schlag. Wir haben uns erstmal ein Taxi gesucht, dass uns billig zu unserem Hotel gebracht hat, wo wir zum Glück auch schon einchecken konnten. Im Hotel haben wir uns kurz ausgeruht und dann ging es rein ins Getümmel von Chiang Mai. Zuerst sind wir in den "Wat Chiang Man" gegangen, einen schönen Tempel direkt neben unserem Hotel. Direkt danach waren wir schon so erledigt, dass wir uns erstmal ein Eis kaufen mussten. Das war auch nach ein paar Sekunden weggeschmolzen. :D Weiter ging es durch die Altstadt, wo wirklich an jeder Ecke ein Tempel steht. Und damit übertreibe ich mal nicht. Ich glaube, wenn man die Wats in Chiang Mai zählen will, ist man ein bisschen beschäftigt. ;) Wir haben uns entschieden uns zwei der bekantesten anzugucken und es dann gut sein zu lassen mit den Tempeln. Mittlerweile waren es sehr viele und wir haben genug. ;) Am "Three Kings Monument", einem Denkmal in der Altstadt, vorbei, ging es zum "Wat Phra Singh", einem wunderschönen Tempel mit einem riesigen vergoldeten Turm in der Mitte. Der Tempel ist insgesamt sehr schön, auch mit mehreren kleinen Gebäuden, einem niedlichen Garten, überall Schildern mit Lebensweisheiten und einem großen Glockenspiel. Daran kann man eine Glocke mit einem Wunsch hängen und dann eine große Glocke läuten, damit sich der Wunsch erfüllt. Schön ist auch, wie all die kleinen Glocken im Wind klingeln, was gut zu der ganzen Atmosphäre des Tempels passt. Danach ging es zu dem anderen der beiden auserkorenen Tempel, den "Wat Chedi Luang". Die Spitze dieses Tempels sieht auch schon etwas zerfallen aus, ist aber immer noch beeindruckend. Wir haben einige Zeit damit verbracht im Schatten eines Baumes einer chinesischen Reisegruppe beim Posieren zuzugucken und sind danach noch in einen buddhistischen Gottesdienst im Tempel gestolpert, den wir uns kurz angeguckt haben. Eigentlich bestand es daraus, dass vorne Mönche im Kreis saßen und einer die ganze Zeit gesungen oder rezitiert hat. Danach hatten wir genug von Tempeln und dem ständigen "Lange-Hose-an-Schuhe-aus", dass wir aus der Altstadt raus nach Chinatown gegangen sind. Da war wieder ein Markt mit ganz viel Essen, Kleidung und Schnickschnack. Wir fragen uns immer, wer diesen ganze Kram braucht, der da rumsteht. Auf dem Rückweg ins Hotel haben wir noch das "Best Pad-Thai in Thailand" gegessen, was echt sehr gut war. Im Hotel haben wir uns dann über Elefantenaktionen in Chiang Mai informiert und sind abends auf die "Saturday Walking Street" gegangen. Das ist ein großer Markt, der jeden Samstag in der Stadt ist und wo es alles mögliche gibt. Wir finden diese Märkte immer toll, weil es so viel zu gucken und zu essen gibt und es jedes Mal wieder eine Reizüberflutung ist.
Jetzt liegen wir kaputt nach dem langen Tag im Bett und können nicht fassen, dass das alles heute passiert ist.
Bis bald;)

 

19Mai
2017

Ganz viele Tempel

Heute haben wir uns direkt wieder mit unseren ausgeliehenen Fahrrädern auf den Weg gemacht. Dieses Mal ging es zuerst durch den "Rama Public Park", einem großen Park im Herzen von Ayutthaya, wo man auch mal ein etwas ruhigeres, grüneres Thailand sehen kann. Im Park gibt es sehr viele kleine Flüsse mit kleinen Brücken darüber und auch mehrere kleine Seen. Als wir durch den Park durchwaren und an unserem nächsten Ziel, dem "Wat Phra Sri Sanphet" angekommen sind, mussten wir erstmal eine Pause machen. Uns ist aufgefallen, dass wir hier sehr viel Zeit mit Pausen und "In-der-Hitze-vor-uns-hinvegetieren" verbringen... :D Das letzte Bild spiegelt sehr gut unseren jetzigen Dauerzustand wieder. :D Nach einer ausgedehnten Pause ging es in den Tempel, den ehemaligen königlichen Tempel des Königspalastes. Von diesem Tempel sind leider auch nur noch Ruinen über, da er wie alle Tempel in Ayutthaya, 1767 zerstört wurden. Dafür ist er aber noch sehr schön und seine drei Spitzen sind das Markenzeichen Ayutthayas. Wir sind einige Zeit über das ausgedehnte Gelände des Tempels spaziert und dann weiter auf das Gelände des ehemaligen Königspalastes "Wang Luang". Davon sind wirklich nur noch Ruinen am Boden und ein paar Pavillons zu erkennen. Wenn man heute in Ayutthaya ist, kann man sich kaum mehr vorstellen, dass es die Hauptstadt eines riesigen Königreiches war und weltweiten Einfluss hatte. Jetzt hat es mehr etwas von einer ganz normalen mittelgroßen Stadt, in der Unmengen an Tempelruinen stehen. Vom Gelände des alten Königspalastes ging es wieder zurück durch den Park an ganz vielen kleinen Tempelruinen und einem Elefant vorbei zum "Wat Ratchaburani". Dieser Tempel fällt durch einen sehr großen und erstaunlich gut erhaltenen Turm in der Mitte auf, den man sogar besteigen kann. Auch hier sind wir noch ein bisschen herumgelaufen, konnten aber irgendwann nicht mehr und haben uns in den Park zum Ausruhen gesetzt. Damit hatten wir dann auch genug mit Tempeln in Ayutthaya, da wir jetzt drei schöne gesehen haben und sich die Ruinen jetzt auch nicht gravierend unterscheiden. Dann ging es zurück ins Hotel, wo wir netterweise unsere Rucksäcke lagern und immer wieder zurückkommen dürfen, obwohl wir längst ausgecheckt haben. Hier haben wir uns im Aufenthaltsbereich, der sehr niedlich eingerichtet ist und einen Ventilator hat (wichtig!), ein bisschen ausgeruht. Später ging es nochmal zu Fuß auf den Markt, wo wir ein bisschen Fleisch und Waffeln gegessen haben. Wir haben immernoch Probleme Essen zu finden, was unter unserer Ekelgrenze liegt, da wir generell nur Essen haben wollen, wo wir sehen, dass es gekocht wird, wo kein rohes Grünzeug drin ist, wo wenig Fliegen rumschwirren und wo man Take-away Teller bekommt...
Jetzt sitzen wir wieder im Hotel und warten, dass wir zum Bahnhof gehen können. Bevor unser Zug um 9 Uhr geht, wollen wir noch ein bisschen am Bahnhof essen gehen. Netterweise dürfen wir sogar nochmal im Hotel duschen, die Besitzerin hier ist wirklich richtig toll!
Wir melden uns dann das nächste Mal aus Chiang Mai, ob wir die 12-stündige Zugfahrt gut überstanden haben.
Bis bald! :)

 

18Mai
2017

Ayutthaya, die alte Kaiserstadt

Heute ging es für uns nach Ayutthaya, der alten Kaiserstadt von Siam und einer der ehemals größten Städte der Welt. Die Anreise dorthin war schon ein kleines Abenteuer! Von unserem Hotel in Bangkok aus haben wir versucht ein Tuktuk zu bekommen, das hat aber einige Zeit gedauert, da alle Fahrer viel zu hohe Preise haben wollten. Als wir endlich einen Fahrer weit genug runter handeln konnten, ging es mit Turbo durch den wuseligen Verkehr in Bangkok zum Bahnhof. Das war ein Erlebnis für sich: Wir saßen zusammengequetscht mit zwei großen und zwei kleinen Rucksäcken auf der engen Rückbank und mussten aufpassen, dass keiner unser Rücksäcke über Bord geht. Schließlich sind die Tuktuks komplett offen und ziemlich klein. Wir sind aber gut am Bahnhof angekommen und haben uns erstmal informiert, welchen Zug wir denn nach Ayutthaya nehmen können. Wir hatten Glück und nur 15 Minuten später ging ein Zug, für den wir uns dann auch direkt dritte Klasse Tickets gekauft haben. Noch vor einigen Jahren wurden an Touristen keine dritte Klasse Tickets verkauft, aber wir können nicht verstehen wieso. Für die zwei Stunden nach Ayutthaya war das völlig in Ordnung und wir saßen nur mit Mönchen in unserem Abteil... :D Ein Mönch, den ich beim Einsteigen angelächelt habe, hat uns beiden ein kleines rotes Tuch, mit thailändischen Zeichen drauf, geschenkt. Die Fahrt war auch interessant: Zuerst ging es durch die Großstadt, dann an slumartigen und total verdreckten Gegenden vorbei und später durch Felder. Zum Glück gibt es Maps, weil sonst wären wir niemals an der richtigen Haltestelle ausgestiegen. Aber so hat es dann doch mit etwas Hektik ganz gut geklappt, weil wir zum Glück kurz vorher auf die Karte geguckt haben. In Ayutthaya haben wir erstmal nach günstigen Hotels gesucht und haben uns dann mit Rucksäcken bepackt ein paar Kilometer durch die Hitze zum ersten Hotel geschleppt. Zum Glück war das dann schon ganz gut und preislich ok, sodass wir nicht noch weiter gehen mussten. Unsere T-Shirts waren schon nass genug. :D Im Hotel haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht und wollten dann noch etwas die Stadt erkunden. Wir haben uns im Hotel Fahrräder ausgeliehen und sind auf Hinweis der netten Hotelbesitzerin nochmal zum Bahnhof gefahren, um für Morgen unsere Nachtzugtickets nach Chiang Mai zu kaufen. Auf dem Weg mussten wir die schweren Fahrräder die Treppen zu einer hohen Autobahnbrücke hochschleppen, was die Hölle war in der Hitze. Beim Bahnhof hatten wir dann aber Glück und haben noch zwei der letzten Tickets bekommen. Morgen Nacht liegen dann wohl fast 12 Stunden Zugfahrt vor uns...
Danach sind wir mit den Fahrrädern zurück in die Stadt. Es ist schon was anderes mit den Fahrrädern zwischen all den Autos, Rollern und Tuktuks auf der mehrspurigen Straße zu fahren, wo generell immer viel zu viele Menschen wild durcheinander fahren und es immer voll ist. Aber bis jetzt ist alles gut gegangen und wenn man ein bisschen frech ist, kommt man auch überall dazwischen. Für uns ging es als nächstens auf den "Night Market", der zum Glück um vier schon auf hatte und wo wir uns eine leckere Schokowaffel gekauft haben. Gestärkt ging es weiter zum "Wat Mahathat", einem der Tempel aus der Siamzeit, die danach zerstört wurden. Die Ruinen sind aber immernoch beeidruckend und erinnern an die ehemalige Schönheit des Tempels. Besonders fallen die vielen kopflosen Buddhastatuen auf, mit denen man keine Bilder machen darf, auf denen man so tut als sei man der Kopf... :D Als wir durch den Tempel spaziert sind, waren wir so müde, dass wir uns nurnoch im Supermarkt mit Wasser eingedeckt haben und zurück ins Hotel gefahren sind. Die Hitze nimmt uns doch sehr mit.
Gleich gehen wir nochmal bei Nacht auf den Night Market und bummeln etwas länger dort herum.
Wir melden uns bald wieder! :)

 

 

17Mai
2017

Die zwei Seiten von Bangkok

Heute wollten wir zuerst zum "Wat Pho" gehen, sind aber ausversehen in einen anderen Tempel gegangen... Ja, hier gibt es viele Tempel. Da der aber kostenlos war, haben wir uns den auch kurz angeguckt. Danach ging es weiter zum Wat Pho, der für seine riesige liegende Buddhastatue bekannt ist. Und die ist wirklich riesig! Dieser riesengroße goldene Buddha ist 50m lang und liegt in einem Tempel, was ein wirklich beeindruckendes Bild abgibt. Auffällig war, dass dieser Buddha und generell die Buddhastatuen hier, garnicht dick sind, so wie man es sich vorstellt, sondern ziemlich dünn. Im Wat Pho sollte es nämlich nicht nur bei einer Statue bleiben, sondern überall standen goldene Buddhas rum. Wir hatten einen sehr lustigen Moment, als plötzlich ein Mönch mit orangener Robe und einem iPhone 7 ankam und ein Foto vor dem Buddha wollte. Auch nicht, wie man sich das Mönchsleben vorstellt... ;)
Das Tempelgelände des Wat Pho ist sehr schön und für uns bis jetzt das schönste hier in Thailand. Alles ist schön verziert und bunt, aber es gibt auch schöne Innenhöfe mit Brunnen und Bäumen. Während wir uns im Tempel umgesehen haben, gab es einen extremen Regenschauer, der hat aber nur 10 Minuten gedauert und dann war alles wieder gut. So ist hier wohl die Regenzeit. Immer mal ein extremer Schauer und dann lange Ruhe. Heute war es trotzdem wieder super heiß und wir sind fast eingegangen, trotz Regenschauern und manchmal etwas Wind.
Vom Wat Pho ging es für uns zum "Wat Arun". Dafür mussten wir den Fluss, den "Cho Phraya", mit einer Fähre überqueren. Wackelige Angelegenheit... :D Am Wat Arun wurde leider gerade gebaut, deshalb war er nicht so schön wie sonst, aber man konnte trotzdem seine Schönheit noch erkennen. Auch dort sind wir ein bisschen rumspaziert und ich habe doch noch einen dicken Buddha entdeckt. ;) Danach ging es weiter zum "Wang Lang Market", einem wuseligen Markt in engen Gassen, wo von allem möglichen Essen über Schmuck und Klamotten alles verkauft wurde. Das war schon ein Erlebnis sich durch diese wuseligen engen Gassen zu schieben und dabei die ganzen Farben, Geräusche und Gerüche zu erleben. Danach waren wir schon ziemlich kaputt, da wir schon sehr weit gegangen sind. Also ging es für uns mit einem Expressboot den Cho Phraya entlang, wobei man die Stadt nochmal aus einem anderen Winkel gesehen hat. Das Boot war super voll, wahrscheinlich auch, da wir das normale, billigere Boot für Einheimische und nicht das Touristenboot genommen haben. Ausgestiegen sind wir dann in der Nähe von Chinatown, wo wir uns verzweifelt auf die Suche nach Essen gemacht haben, das noch gewissen Hygienestandards entspricht. Chinatown ist echt groß, bunt und laut und man fühlt sich wirklich wie in China. Abgesehen von der Hauptstraße, an der natürlich auch alles chinesisch ist, hat der ganze Bereich was von einem riesigen Markt, der uns an den Wang Lang Market erinnert hat. Es war voll, wuselig, bunt und laut und überall gab es Essen, was offen rumlag und alle möglichen anderen kleinen Läden und Snackstände. Wir hatten trotzdem Schwierigkeiten etwas essbares für uns zu finden und haben uns erst wieder auf der drei Kilometer entfernten Kao San Road an etwas rangetraut. Das war echt ein verspätetes Mittagessen... Auch der Weg dahin war nochmal anstrengend, da die Ampeln hier generell so gut wie nie grün werden und man deshalb über vierspurige Straßen rennen muss, auf denen Taxis, Roller und Tuktuks wild durcheinander fahren. Das ist manchmal echt gefährlich.
Heute sind uns besonders die zwei Seiten von Bangkok aufgefallen. Auf der einen sind die riesigen prunkvollen Tempel überall in der Stadt und auf der anderen Armut, Müll und Gestank. Wir haben sehr viele Obdachlose gesehen, die an der Straße auf Müllsäcken liegen und viele streunende Katzen und Hunde. Auch das hier gefühlt garkeine Hygienestandards beim Essen eingehalten werden ist manchmal echt ekelig. Vor allem wenn die Fliegen um das Essen fliegen und das rohe Fleisch unbedeckt direkt an der Straße liegt. Vor allem fällt aber das Müllproblem auf. Überall liegt Müll rum und in den Flüssen schmimmen Unmengen an Müll rum. Manchmal stinkt es auch sehr stark in der Stadt und wir haben auch schon mehrere Ratten gesehen. Wir müssen sagen, dass Bangkok nicht unsere Lieblingsstadt wird, auch noch wegen der schrecklichen Hitze, aber trotzdem interessant und teilweise schön ist.
Wir gehen gleich nochmal raus, essen und bummeln.
Bis bald :)

 

16Mai
2017

Kulturschock in Bangkok

Wir haben es sicher nach Thailand geschafft. Nach etwa 8 Stunden Flug sind wir endlich um 1 Uhr nachts Ortszeit in Bangkok gelandet. Im Flugzeug haben wir leider überhaupt keinen Schlaf bekommen und waren dementsprechend kaputt. In Neuseeland war es ja schon 6 Uhr morgens. Am Flughafen hat dann aber nicht alles so schnell und organiesiert funktioniert. Als wir endlich rausgefunden hatten, wie das Einreiseformular auszufüllen ist, haben wir zwei Stunden in der Schlange auf die Visumsvergabe gewartet. Die Mischung aus Hitze, stickiger Luft und ewiger Warterei mitten in der Nacht hat bei uns nicht wirklich zu bester Laune geführt. Als das endlich erledigt war, haben wir schnell Geld abgehoben und waren froh zu sehen, dass unsere Rucksäcke angekommen sind. Dann ging es raus aus dem Flughafen, es war halb vier Uhr nachts, und wir haben einen Hitzeschlag bekommen. An diese heiße feuchte Luft kann man sich glaub ich, vor allem nach Neuseeland, nicht gewöhnen. Wir wollten nur noch ins Bett und haben ein Taxi zugeteilt bekommen. Da mussten wir dann auch das erste Mal verhandeln. Es ist komisch alles erstmal verhandeln zu müssen... Trotz Müdigkeit haben wir es noch zu einem halbwegs akzeptablen Preis bekommen und haben uns in die Klapperkiste gesetzt. Die Fahrt war eine absolute Katastrophe. Ich konnte mich auf der Rückbank nicht anschnallen und es hat extrem angefangen zu regnen, sodass man nicht weit sehen konnte. Der Fahrer ist durch meterlange und sehr tiefe Pfützen mitten auf der Autobahn durchgerast und war auch sonst nicht immer so auf der Spur. Ich hatte da hinten echt ein bisschen Angst. Als wir um vier endlich am Hotel angekommen sind, hat sich herausgestellt, dass wir am falschen sind. Der Rezeptionist hat uns dann aber zum Glück mit Regenschirmen bewaffnet die paar hundert Meter zum richtigen (mit dem gleichen Namen) gebracht und wir konnten endlich unproblematisch einchecken. Im Zimmer haben wir dann nur noch den Ventilator angemacht und sind ins Bett gefallen.
Heute Morgen sind wir dank Jetleg schon um 9 aufgewacht, nach viel zu wenig Stunden Schlaf. Trotzdem waren wir nichtmal so müde und haben uns erstmal auf den Weg zu einem 7/11 gemacht, um Wasser und Frühstück zu besorgen. Den Supermarkt 7/11 gibt es hier gefühlt alle 50 Meter und sonst irgendwie keinen anderen. Nach dem Frühstück ging es dann rein ins Getümmel. Bangkok ist genau wie wir es uns vorgestellt haben: Laut, wuselig, etwas vermüllt, überall Essens- und Klamottenstände. Und man wird überall angelabert. ÜBERALL! Sobald die einen als Touri erkennen, werden einem Bootstouren, Tuktukfahrten, Anzüge und alles mögliche andere angedreht. Das ist schon etwas nervig... Für uns ging es erstmal zur "Rambuttri Road" und auf die "Kao San Road". Die Rambuttri Road ist etwas ruhiger, aber beide bestehen nur aus Streetfoodständen und allen möglichen Verkaufsständen für Klamotten, Schmuck, Armbänder und noch viel mehr. Das ist schon ein richtiges Shoppingparadies und wir sind auch einige Zeit durch die Stände gebummelt. Erfolgreich haben wir einen Händler weit bei Klamotten runtergehandelt und später auf die gleiche Weise noch Adapter für Thailand besorgt. Dann haben wir uns noch thailändische Simkarten besorgt, damit wir auch hier immer ins Internet kommen und vor allem Maps benutzen können. Das war echt schwierig, wir wurden von Laden zu Laden geschickt und kaum einer konnte Englisch, bis wir endlich jemanden gefunden haben, der uns Simkarten verkaufen konnte. Wir dachten echt, dass man hier besser Englisch kann oder zumindest etwas versteht.
Später ging es durch die Hitze zu Bangkoks Hauptattraktion, dem "Grand Palace" und dem, sich darin befindlichen, "Wat Phra Kaeo". Das war wirklich sehr beeidruckend und prunkvoll. Ein richtiger Kontrast zum restlichen Bangkok. Bevor wir in den Palast durften, mussten wir uns aber auch noch lange Schlabberhosen kaufen, die davor verkauft wurden und mit denen darin sehr viele Leute rumgelaufen sind. Das sah zum Teil sehr lustig aus. :D Der Palast war dann aber wirklich toll und alles hat geglitzert und gefunkelt. Im Tempel mussten wir dann auch unsere Schuhe ausziehen und durften leider keine Fotos machen, aber auch der sah von innen sehr beeindruckend aus. Während unserer Tour durch den Palast und Tempel mussten wir sehr viele Pausen machen, weil es so heiß und drückend war und die Sonne gebrannt hat. Wir haben heute wirklich rekordartig viel Wasser getrunken und das war auch sehr nötig! Auf dem Weg zurück vom Palast sind wir nochmal auf die Kao San Road gegangen und haben uns unser erstes Streetfood geholt: "Pad Thai Chicken". Das war wirklich lecker und wir hoffen jetzt, dass unsere Körper da mitmachen und mit dem Essen klarkommen. Jetzt ruhen wir uns ein bisschen im Hotelzimmer aus und haben eine sehr schöne kalte Dusche genommen. In Neuseeland wollten wir immer so warm wie möglich duschen und hier einfach nur kalt. Man kann hier extra für warme Duschem bezahlen, aber wer braucht denn sowas bei der Hitze? :D
Heute sind auf jeden Fall so viele Eindrücke auf uns eingeprasselt, dass wir schon einen kleinen Kulturschock haben. Aber es ist auch so interessant, so anders als alles was wir kennen. Und die Währung ist stressig, alles kommt einem so teuer vor... Wir müssen jetzt erstmal diese ganzen Eindrücke verarbeiten und heute Nacht, nachdem wir nochmal Essen gegangen sind, unseren Jetleg ausschlafen (in unserem Bett ohne Beddecke..).
Genießt unsere Bilder und vor allem die wunderschönen Hosen und unsere fertigen, verschwitzen Gesichter. ;) Bilder der Kao San Road kommen später, wir waren zu beschäftigt zum Fotos machen.
Bis bald :)

 

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