Julian und Lea in Neuseeland

24April
2017

Wieder am Wwoofen

Seit Freitag sind wir wieder am Wwoofen. Dieses Mal wohnen wir bei einer Frau und ihrer 17 jährigen Tochter mit einem riesigen Stück Land hinter dem Haus in New Plymouth.
Unsere Ankunft am Freitag war schon sehr herzlich und wir wurden von Megan im Haus herumgeführt. Beim Abendessen hat sich dann herausgestellt, dass sie eine richtige Labertasche ist, also müssen wir uns um Konversation überhaupt keine Gedanken machen... :D
In den letzten Tagen hatten wir schon einige interessante Gespräche, sei es eine Diskussion über das deutsche Schulwesen mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium oder über das Wwoofen in Neuseeland. Megan ist Anwältin und unterstützt dabei Wwoofing, da die Regierung Probleme mit dem Konzept des Wwoofen hat und die Wwoofer als richtige Arbeitnehmer mit Gehalt und Versicherungen sehen will. Das würde aber, wie wir finden, das Konzept total zerstören.
Aber auch sonst haben wir schon einiges hier erlebt. Unsere Arbeit hier ist sehr vielseitig und ging von Unkraut zupfen bis Zäune streichen. Besonders anstrengend war das sogenannte "Tree-pruning", wobei wir Bäume beschneiden müssen und dabei dauernd überm Kopf mit langen Sägen rumhantieren müssen. Dann lag gestern morgen ein riesiger Haufen Kaninholz auf der Einfahrt, den wir erstmal mit Schubkarren in den Schuppen bringen und stapeln mussten. Heute hatten wir am Ende eine ziemlich coole Aufgabe. Megan und ihr (noch?) Ehemann Neil, die zur Zeit getrennt leben, haben ein Baugerüst in der Stadt gemietet, was wir erstmal zusammengebaut haben. Dann hat Neil die komplette Regenrinne vom Dach gerissen und Julian und ich durften einen Balken rund ums Haus vom Gerüst aus streichen. Da wir heute deshalb länger als die vorgesehenen etwa vier Stunden gebraucht haben, hat uns Megan am Ende sogar noch 20 Dollar in die Hand gedrückt.
Wir werden hier für unsere Arbeit sehr viel gelobt, was uns manchmal schon fast unangenehm ist, da wir wohl alles sehr ordentlich, eigenständig und schnell erledigen. Aber auch abgesehen von der Arbeit versucht Megan unsere Zeit hier interessant und "neuseeländisch" zu gestalten. Heute gab es zum Beispiel ein typisch neuseeländisches Dinner, was auch sehr lecker war und gestern hat sie uns zum Sonnenuntergang aufs Feld geholt und uns bei einem Drink und typisch neuseeländischen Chips über das Land geführt. Dabei hatte man die ganze Zeit einen tollen Blick auf den Mount Taranaki und auf ein Feuer, was sie etwas vorher angezündet hatten, um Baumschnitt zu verbrennen. Damit hatten wir sogar ein verspätetes Osterfeuer. ;)
Mal sehen, wie die nächsten Tage werden, wir wollen auf jeden Fall mal nachmittags mit den Fahrrädern, die wir hier zur Verfügung haben, in die Stadt fahren und uns noch genauer umsehen.
Bis bald :)

 

20April
2017

Wir haben es auf den Gipfel geschafft!

Heute war es endlich so weit und wir sind endlich auf den Mount Taranaki geklettert!
Auch gestern schon haben wir nicht viel gemacht und haben uns schon auf die Wanderung vorbereitet. Das einzige was wir gestern noch schönes gemacht haben, war eine Wanderung zu einer sehr langen und vor allem sehr hohen Hängebrücke. Die war super wackelig und es ging bestimmt 60m in die Tiefe. Das beste war, dass die Brücke nur eine einzige Person aushält, da fühlt man sich sicher... :D Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem Wasserfall vorbei, der die Felsen beeindruckend geformt hat und echt toll aussah. Danach ging es nur noch an die Planung für heute.
Um 5:30 Uhr hat unser Wecker geklingelt und wir haben uns verschlafen aus den Schlafsäcken gequält. Nach halbstündiger Fahrt kamen wir am Ausgangspunkt an, den wir strategisch günstig gewählt haben. Die meisten starten woanders, bei unserem Ausgangspunkt spart man sich aber etwa 200 Höhenmeter bis zum Gipfel... ;)
Trotzdem stand unser Vorhaben unter keinem guten Stern. Als wir ankamen und zu Beginn der Wanderung hat es geregnet und wir sind erst eine halbe Stunde in die falsche Richtung gegangen, da es nur ein verstecktes Schild gab. Und dann hatte ich von Anfang an ein sehr unangenehmes Ziehen im linken Knie, was zum Glück im Laufe des Aufstiegs nur geringfügig schlimmer wurde und erst beim Abstieg wirklich weh tat.
Doch dann ging alles gut und wir haben den richtigen Weg gefunden. Zuerst ging es etwas über eine Stunde zu einer Hütte, an der auch die anderen vom anderen Ausgangspunkt nach einiger Zeit ankommen. Bis dahin hatten wir schon 400 Höhenmeter zurückgelegt, aber erst  da begann der anstrengende Aufstieg mit noch mehr als 1000 Höhenmetern auf 2,3km. Zuerst ging es ein Feld mit großen Felsen entlang, über die man klettern musste und dabei die ganze Zeit aufpassen musste, nicht auf dem feinen Vulkansand dazwischen auszurutschen.   Danach ging es dann über scheinbar endlos viele Treppenstufen weiter den Berg hoch. Dann kam der schlimmste Teil des Aufstiegs. Es ging einen sehr steilen Abschnitt hoch, auf dem nur feines Geröll lag. Das bedeutete, dass man bei jedem Schritt wieder ein ganzes Stück zurückgerutscht ist, nur winzige Schritte machen konnte und sehr oft ausgerutscht ist. Als das endlich überstanden war, galt es noch ein sehr langen Stück einfach nur zu klettern. Es ging Felswände entlang, wir mussten riesige Felsen hochklettern und irgendwann konnten uns unsere Beine fast nicht mehr hochdrücken, weil wir schon so kaputt waren. Kurz vorm Krater waren dann die ersten Felsen vereist und mit Schnee bedeckt und man musste wirklich aufpassen. Die letzten Meter runter in den, mit Eis gefüllten Krater, waren extrem rutschig. Doch dann hatten wir es fast geschafft: Wir mussten nurnoch etwa 50 Meter über ein Geröllfeld auf den Gipfel klettern und waren begeistert! Während des ganzen Aufstiegs sind wir durch Wolken gegangen und haben kaum etwas gesehen, doch hier waren wir über den Wolken und die Sonne hat geschienen. Dieses Gefühl auf 2518m über den Wolken zu stehen war unbeschreiblich!!! Und auch der Ausblick war toll: Auf der einen Seite bis zum Meer, dann endlos über die Wolkendecke und natürlich runter in den Krater. Es war einfach nur toll!!!!
Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es wieder runter und das hatte es auch nochmal in sich: Zuerst über das rutschige Eis und dann endlos Felsen runterklettern. Schlimm war auch wieder die Piste mit dem losen Geröll, wo mir nur ausgegerutscht sind und irgendwann eine lustige Technik entwickelt haben, bei der wir auf den Füßen im Knien mit Händen als Stabilisation runtergeruscht sind. Zurück bei der Hütte hatten wir dann für den Abstieg 2 Stunden und für den Aufstieg etwas über drei Stunden gebraucht. Dazu kommen natürlich noch zweimal eine Stunde von der Hütte zum Ausgangspunkt, die uns am Ende nurnoch endlos und schrecklich vorkamen. Doch jetzt sind wir einfach nur noch stolz, dass wir das geschafft haben und haben morgen wahrscheinlich den Muskelkater unseres Lebens!!
Bis bald! :)

 

 

18April
2017

Im Schatten des Mount Taranaki

Gestern hatten wir noch einen sehr schönen Tag. Nachmittags sind wir einen Teil des bekannten "Coastal Walkway" in New Plymouth gegangen. Der Walkway geht fast 13 Kilometer die komplette Küste von New Plymouth entlang und ist von Fußgängern, Joggern und Fahrradfahrern bevölkert, die die schöne Aussicht genießen und sich die Kunstwerke am Walkway anschauen. Auf dem Weg sind wir auch noch an einer kleinen Bühne vorbeigekommen, wo Bands gespielt haben und man es sich auf Sitzsäcken gemütlich machen konnten. Gestern war es erstaunlich warm für den Herbst hier und wir sind in der Hitze in langer Hose fast eingegangen... :D Insgesamt ist es hier auf der Nordinsel auch wieder viel wärmer als auf der Südinsel, was wir vor allem nachts im Zelt merken.
Als wir irgendwann genug von der ganzen Sonne hatten, sind wir kurz ins Museum gegangen, was wir aber eher langweilig fanden. Es gibt also doch nicht nur tolle Museen in Neuseeland... ;)
Zum Sonnenuntergang sind wir dann nochmal an die Promenade gegangen und haben der Sonne beim Untergehen zugeguckt. Das ist hier an der Westküste echt toll, man kann immer den Sonnenuntergang sehen! Irgendwann wurde es dann aber doch kalt und wir sind ins Restaurant essen gegangen. Wir waren wieder bei einem Buffet und haben es sehr genossen uns mal wieder mit allem möglichen den Bauch voll zu schlagen. Danach sind wir nurnoch zu unserem Airbnb Haus gekugelt und haben da mit Osterschokolade einen Film geguckt.
Heute Morgen mussten wir uns da leider schon wieder verabschieden und sind mit einigen Zwischenstopps bei Tankstelle, Supermarkt, Bücherei und Touristeninfo in den "Egmont Nationalpark" rund um den "Mount Taranaki" gefahren. Dort konnten wir dann auch endlich mal einen Blick, auf den sonst immer hinter Wolken versteckten, über 2500 Meter hohen Vulkan, werfen. Und das war schon beeindruckend, wie dieser perfekt geformte Vulkan mit schneeweißer Spitze vor einem steht.
Im Nationalpark haben wir heute zwei Wanderungen gemacht: Die erste ging zu den "Dawson Falls" und war sehr matschig. Da wir zu dem Zeitpunkt noch unsere normalen Schuhe anhatten, war es mehr ein Hüpfen von trockener Stelle zu nächster trockener Stelle als wandern. Der Wasserfall war trotzdem schön und komplett mit Chinesen überflutet, wie bei jedem Highlight in Neuseeland. :D
Die zweite Wanderung ging durch einen richtigen Märchenwald an kristallklaren Flüssen und Bächen vorbei, über eine Hängebrücke und vorbei an vielen kleinen Wasserfällen. Dieses Mal mussten wir sogar einen Fluss überqueren und ein Wasserfall ist mitten auf den Weg geplätschert, sodass wir sehr froh waren, jetzt Wanderschuhe anzuhaben.
Jetzt sind wir auf einem kostenlosen Campingplatz/Bibliotheksparkplatz und planen unsere nächsten Tage. Am Donnerstag wollen wir uns an den Mount Taranaki heranwagen und den 2500-Meter-Gipfel erwandern und erklettern. Mal sehen, ob wir das schaffen, da der Aufstieg sehr anstrengend, steil und auch gefährlich sein soll und wir schon recht nah am Winter sind. Aber wir wollen es auf jeden Fall versuchen und gehen mit voll aufgeladenen Handys und genug Proviant drauf. Sonst holt uns halt die Bergrettung mit einem Hubschrauber ab... :D
Wir melden uns bald wieder :)

 

17April
2017

Ostern am anderen Ende der Welt

Frohe Ostern an euch alle vom anderen Ende der Welt! :)
Gestern, am Ostersonntag, war morgens nicht wirklich Osterstimmung, da wir nur von unserem kostenlosen Campingplatz am Meer in Richtung New Plymouth aufgebrochen sind. Dort sind wir dann in einen kleinen liebevoll gestalteten Zoo gegangen, wo natürlich auch ganz viele Familien mit kleinen Kindern waren. Der Zoo war total schön gemacht und nur durch Spenden aufgebaut. Gestern hingen auch in allen Tiergehegen große Ostereier mit Futter für die Tiere drin, mit denen die Tiere gespielt haben. Besonders süß waren die kleinen Affen, die die ganze Zeit total wild und verspielt durch ihren Kletterparcours gehüpft sind und auch die ganzen Kinder im Zoo total begeistert haben. Schön war aber auch ein Gehege mit ganz vielen Papageien und anderen bunten Vögeln, durch den man hindurch gehen konnte. Dann haben wir sogar noch einen größeren straußenartigen Vogel gesehen, den es nur in Australien gibt und den wir beide vorher noch nie in einem Zoo gesehen haben.
Nach dem Zoo hatten wir noch einige Zeit bis wir um 15 Uhr zu unserem nächsten AirBnb Platz fahren konnten und sind deshalb noch in eine Kunstgalerie mit abstrakter Kunst gegangen. Das fanden wir aber beide bis auf wenige Ausnahmen nicht so toll, wir sind halt nicht so die Kunstbegeisterten... :D
Um 15 Uhr ging es dann weiter zu unseren AirBnb-Gastgebern, die uns am Vortag spontan zum Osterabendessen eingeladen haben. Wir haben also noch einige Getränke besorgt und sind zu einem Haus in der Nähe des Strandes gefahren. Da angekommen wurden wir sehr herzlich von Tesa, unserer Gastgeberin, empfangen und haben uns erstmal in unserem Zimmer eingerichtet.
Abends gab es dann mit Tesa, ihrem Mann, ihrer Tochter und einem anderen älteren Paar, die auch hier zu Gast waren einen leckeren Osterbraten. Alle waren total nett und wir haben den Abend sehr genossen. Besonders lecker war dann noch der typisch neuseeländische Nachtisch, den sie lustigerweise Pudding genannt haben, obwohl es eher so eine Art Kuchen in einer Auflaufsform mit ganz viel Schokolade und Vanilleeis war.
Heute Morgen hat mich dann Julian überrascht. Ich habe wohl mit ein bisschen Heimweh von unseren Ostertraditionen zuhause erzählt und dann bin ich heute Morgen neben einem Schokoosterhasen aufgewacht. Dann durfte ich sogar noch Schokoostereier in unserem Zimmer suchen und war danach super glücklich, dass ich auch ein bisschen Ostern hier in Neuseeland hatte. :)
Dann gab es noch ein ganz tolles Frühstück von unseren Gastgebern mit selbstgebackenem (!) Brot, Müsli, allen möglichen Aufstrichen, Obst, Joghurt und sogar den Resten des Nachtischs von gestern. Heute ist das Wetter wieder besser und wir werden wohl noch ein bisschen in die Stadt und an den Strand fahren, bevor wir dann heute Abend das Ostergeschenk meiner Eltern einlösen und Essen gehen (Danke Mama und Papa, wir freuen uns schon!!).
Wir melden uns bald wieder! :)

 

15April
2017

Von schwarzen Stränden, Regen und Kletterabenteuern

Und schon sind wieder vier Tage mit etwas bescheidenerem Wetter vergangen. Am Mittwoch hatten wir schreckliches Wetter und es hat den ganzen Tag wie aus Eimern geschüttet. Wir sind also in eine Bücherei in einer kleinen Ortschaft namens Waverly gefahren und haben dort gelesen und unsere elektronischen Geräte aufgeladen. Natürlich haben wir auch das freie Wlan ausgenutzt und Julian hat nochmal ganz viele Bewerbungen geschrieben. In der Mittagspause der Bücgerei sind wir kurz an den Strand gefahren, leider war das Wetter nicht dementsprechend und wir sind direkt wieder zurück zur Bücherei gefahren. Abends sind wir dann nurnoch wieder zurück auf den kostenlosen Campingplatz gefahren und haben es, wie fast immer die letzten Tage, grade so geschafft in einer Regenpause zu kochen... (Essen mussten wir mehrmals im Auto) :D
Am nächsten Morgen war es etwas besser und wir haben auf dem Weg in die nächste größere Stadt Hawera an einem weiteren Strand mit großen schwarzen Dünen angehalten. Das war wirklich ein fremdes Bild: Schwarze Strände haben wir ja schon ein paarmal gesehen, aber schwarze Dünen sehen nochmal beeindruckend aus. In Hawera hieß es dann erstmal einkaufen, da Karfreitag hier natürlich auch alle Läden zuhaben. Als wir das erledigt haben, sind wir an einen weiteren der typischen schwarzen Strände gefahren, der diesmal wieder von den, hier oft vorkommenden, algarveartigen orangenen Sandsteinfelsen begleitet wurde. An dem Strand war es sehr schön und wir haben erstmal einen kleinen Strandspaziergang gemacht. Da das Wetter danach wieder mehr als schlecht wurde, sind wir auf einen Campingplatz gefahren, wo wir den Rest des Tages vor dem Regen im Aufenthaltsraum Schutz gesucht haben.
Gestern war es (mal wieder....) sehr regnerisch. Wir haben wieder wetterbedingt wenig gemacht und waren nur ganz kurz an einem Strand und bei einem Aussichtspunkt. Die restliche Zeit haben wir lesend und die Thailandreise planend im Auto verbracht.
Als wir heute Morgen aufgewacht sind, konnten wir unseren Augen kaum trauen. Wir haben die Sonne zu Gesicht bekommen! Nach einem letzten kurzen Regenschauer konnten wir, bei immer besser werdendem Wetter, zu einem kleinen Leuchtturm fahren. Der Leuchtturm stand an einer schönen Küste, wo uns mal wieder klar wurde, wieso diese Straße hier der "Surfhighway" ist. Die Wellen waren riesig und sahen toll aus! Weiter in Richtung New Plymouth waren wir am "Oakura Beach", wo wir sogar einige Surfer beobachten konnten und ein Stück am schwarzen Strand langspaziert sind.
Weiter ging es dann bis fast in die Stadt zum "Paritutu Rock". Das ist ein riesiger Felsen, der direkt an der Küste westlich von New Plymouth steht und auf den man mit ein bisschen Klettergeschick draufklettern kann. Ein paar Kommentare auf unsere Lieblingsapp "Campermate" meinten zwar, dass das gefährlich sei, aber von sowas lässt man sich ja nicht abhalten. ;) Und gefärlich war es auch echt nicht. Erst ging es einige Treppen hoch auf den Felsen und dann kam der Kletterteil: Man konnte sich an einer Kette festhalten und musste, die zum Teil steilen, felsigen Abschnitte hochklettern. Nach etwa 15 Minuten waren wir aber auch schon oben und konnten die supertolle Aussicht genießen. Das Meer und die Küste sind an der Stelle wirklich sehr schön, mit dem schwarzen Sand, vielen Felsen im Meer und hohen Wellen. Als wir grade wieder runterklettern wollten, kam ein Mann mit einem Golfschläger an und hat angefangen Golfbälle ins Meer zu schlagen. Auf unsere interessierten Blicke hin, hat er uns angeboten, es auch mal auszuprobieren. Wir waren natürlich erstmal unsicher wie das geht, haben dann aber erst ich und dann Julian beim ersten Versuch den Ball getroffen und weit hinaus aufs Meer befördert. Das war schon lustig. ;)
Wieder unten haben wir noch einen Strandspaziergang am wunderschönen Strand am Paritutu Rock gemacht. Ich bin ja generell immer begeistert von Strand und Meer, aber diesen Strand fand ich einfach nur superschön. Aber lasst euch selbst von den Bildern beeindrucken, denn in Worte fassen, kann ich das nicht so gut. Julian war dann auch noch total von den Paraglidern begeistert, die über den Strand und die Sandsteinfelsen geflogen sind. Auf dem Rückweg konnten wir schon den tollen Sonnenuntergang über dem Meer beobachten und dann auf dem Campingplatz direkt am Meer noch der Sonne beim Versinken zugucken. Heute Nacht können wir mal wieder bei Meeresrauschen einschlafen. Wir haben heute auch gemerkt, dass wir nur noch einen Monat hier in Neuseeland sind. Dann gehts auch schon nach Thailand und dann auch schon bald nach Hause. Die Zeit rennt....
Bis bald und natürlich wünschen wir euch allen schöne Ostertage!



11April
2017

Von den Bergen ans Meer

Heute sind wir wieder sehr weit gefahren vom Tongariro Nationalpark bis an die Westküste zwischen Wanganui und New Plymouth.
Auf dem Weg an die Küste haben wir an einigen Aussichtspunkten angehalten, bei denen man einen schönen Ausblick über die hügelige grüne Landschaft hat. Langsam merkt man hier auch wie es Herbst wird und die Bäume werden langsam bunt.
Sehr schön war ein Aussichtspunkt über den "Wanganui River", wo man sehr weit den Fluss durch die Hügellandschaft verfolgen konnte.
In Wanganui angekommen sind wir erstmal in einen Park gegangen, wo ein super toller Spielplatz war. Da haben wir erstmal einige Zeit verbracht und uns wieder wie Kinder gefühlt. Dann sind wir mal wieder einkaufen gegangen und danach auf einem Hügel gefahren. Dort war ein kleiner Turm mit 176 Stufen, auf den wir kurz draufgestiegen sind und von wo aus man über ganz Wanganui, bis zum Tongariro Nationalpark und zum "Mount Taranaki" in New Plymouth gucken konnte.
Da es Julian nicht so gut ging, sind wir danach erstmal an den "South Beach" gefahren und haben uns ausgeruht und Mittagessen und unsere extra gekauften Schokomuffins gegessen.
Später sind wir noch weiter in Richtung Westen an den "Kai Iwi Beach" gefahren, einen sehr schönen schwarzen Sandstrand, der mit orangenen Sandsteinklippen vom Land abgegrenzt wird. Es sah aus wie die Algarve in Portugal nur mit schwarzem Sand durch die Vulkane in der Nähe. An dem Strand gab es auch wieder einen tollen Spielplatz mit einer Seilbahn die über einen Fluss ging. Da sind wir dann auch nochmal wieder kurzzeitig 10 Jahre jünger geworden... :D
Jetzt sind wir noch etwa 50 Kilometer weiter westlich auf einem kostenlosem Campingplatz und hoffen, dass es nicht wie angekündigt die ganze restliche Woche regnet.
Bis bald :)

 

P.S.: In genau zwei Monaten habt ihr uns übrigens schon wieder zurück... ;)

 

10April
2017

Der Herr der Ringe Nationalpark und das Tongariro Crossing

Vorgestern sind wir bei wunderschönstem Sonnenuntergang im "Tongariro Nationalpark" angekommen und konnten sogar schon einen ersten Blick auf den Schicksalsberg aus Herr der Ringe werfen. In Wirklichkeit heißt der Schicksalsberg "Mount Ngauruhoe" und ist ein etwa 2300 Meter hoher Vulkan.
Nach einer Nacht auf einem kostenlosen Campingplatz sind wir morgens ganz in den Nationalpark reingefahren und haben zuerst eine kurze Wanderung zu den "Tawhai Falls" gemacht, wo im Herr der Ringe Film Gollums Pool ist. Die Stelle hätten wir zwar durch den Film nicht wiedererkannt, dafür war der Wasserfall sehr schön.
Etwas weiter in einem kleinen Dorf haben wir uns in einer Touristeninformation über das Wetter für den nächsten Tag erkundigt, da wir dann das "Tongariro Crossing" machen wollten und das bei schlechtem Wetter sehr gefährlich werden kann. Aber das Wetter sollte zum Glück ganz gut werden.
Danach sind wir noch weiter in den Park gefahren, wo die Szenen in Mordor gedreht wurden. Dort steht eine kleines Skidorf, das nur auf schwarzem Vulkangestein und großen Felsen aufgebaut ist und man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten. Überall sind nur diese schwarzen schroffen Felsen und die schwarzen Felswände sind riesig und bedrückend.
Später am Nachmittag haben wir noch eine kleine Zweistundenwanderung zum "Taranaki Waterfall" gemacht. Die Wanderung war toll! Man konnte wieder einige Vulkane aus dem Nationalpark sehen und sogar den "Mount Taranaki" in einiger Entfernung an der Westküste. Wir sind mitten durch die Vulkanlandschaft gegangen und wurden am Ende mit einem beeidruckenden Wasserfall belohnt, der mitten aus einer schroffen, rot-schwarzen Felswand kam.
Abends haben wir dann schonmal alle Sachen zusammengepackt, die wir für das Tongariro Crossing am nächsten Tag brauchten.
Heute Morgen sind wir um halb 7 aufgestanden und sind in eisiger Kälte und bei aufgehender Sonne zum Anfang der Wanderung gefahren.
Das Tongariro Crossing ist als beste Tageswanderung Neuseelands betitelt und geht 19,4 Kilometer durch den Nationalpark, wobei sie je nach Fitness 6 bis 8 Stunden ohne Pause dauern soll. Dabei muss man allerdings einen Shuttle buchen, der pro Person 30 bis 35 Dollar kostet, was wir uns sparen wollten. Da uns schon sehr viele Leute gesagt haben, dass die Wanderung die letzten 8 Kilometer langweilig ist und nur noch durch Wald geht, wollten wir nach 11 Kilometern und den sehenswerten Orten umdrehen.
Um halb 8 sind wir zu unserer 22 Kilometer Wanderung aufgebrochen und wurden dabei von sehr vielen Mitwanderern begleitet. Das Wetter war aber auch genial! Wir hatten total viel Glück und viel besseres Wetter als erwartet mit strahlend blauem Himmel.
Schon von Anfang an hatte man einen tollen Blick auf den Schicksalsberg aus Herr der Ringe und auch die Vulkanlamdschaft war sehr beeindruckend. Die ersten sechs Kilometer ging es erst langsam, aber dann immer steiler und über scheinbar endlos viele Treppenstufen  auf 1800m hoch. Da oben war es auch dementsprechend kalt und windig. Von da aus ging es durch einen ersten riesigen Krater ein ganzes Stück weiter und dann auf fast 2000m auf den "Red Crater". Der Aufstieg war schon sehr anstrengend, oben hatte man dann aber einen super Blick über den ganzen Nationalpark, die Vulkane und auf den Schicksalsberg. Der Red Crater an sich sah auch beeindruckend aus, da er sehr riesig und teilweise intensiv rot gefärbt war. Von dort oben ging es wieder runter zu den "Emerald Seen". Der Abstieg war mehr ein Rutschen als Wandern, da der schmale Grat nur aus Geröll und feinem Vulkanstaub bestand. Die Seen haben uns dann an Rotorua erinnert, da sie eine unwirkliche grün-blaue Farbe hatten und alles nach Schwefel gestunken hat. Nach einiger Zeit und einige Höhenmeter später waren wir dann am "Blue Lake", an dem wir eine kleine Pause gemacht haben und umgedreht sind.
Dann ging es die 11 Kilometer wieder zurück, erst durch einen Krater und dann sehr anstrengend durch die rutschige Strecke wieder rauf auf den Red Crater. Das war schlimmer als Dünen hochgehen... :D
Auf dem Rückweg sind wir dann auch wieder an der Abzweigung zum Schicksalsberg vorbeigekommen, auf den Julian unbedingt noch steigen wollte. Da der aber noch steiler und genauso rutschig wie der Red Crater war, habe ich mich entschieden unten zu bleiben, da ich schon wieder leichte Probleme mit meinem Fuß hatte. Der Weg soll eigentlich etwa 3 Stunden dauern, Julian war aber schon nach etwas mehr als 1,5 Stunden vom fast 2300m-Vulkan zurück und damit super schnell. Leider waren grade als er oben war einige Wolken am Gipfel, weshalb er nicht so viel gesehen hat. Der Krater war aber wohl super beeidruckend. Julian meinte, dass der Aufstieg extrem anstrengend war und man für alle zwei Schritte einen zurück gerutscht ist, dafür der Abstieg aber lustig, weil man runterrutschen konnte.
In der Zeit in der Julian weg war, habe ich mich mit zwei netten Österreichern unterhalten, die grade vom Berg kamen und erstmal eine Pause brauchten. Die beiden fliegen lustigerweise einen Tag nach uns nach Bangkok und wir wollen uns da vielleicht wiedertreffen. ;)
Dann ging es für uns noch die letzten 6 Kilometer wieder zurück, wobei sich vor allem die letzten drei Kilometer noch sehr gezogen haben, da wir irgendwann auch kaputt waren.
Unten waren wir dann aber echt stolz auf uns nach 22 Kilometern und Julian total begeistert, dass er auf dem Schicksalsberg war.
Jetzt sind wir nur noch total müde auf unserem Campingplatz.
Bis bald :)

 

08April
2017

Hallo Nordinsel und Rugby!

Nachdem wir noch eine Nacht bei Dauerregen im Auto verbracht haben, sind wir vorgestern zur Fähre nach Picton gefahren. Es war ein seltsames Gefühl, jetzt nach über drei Monaten die Südinsel zu verlassen auf der wir so viel gesehen und erlebt haben. Doch jetzt haben wir ja auch noch etwa einen Monat auf der Nordinsel vor uns und der wird bestimmt auch nochmal toll!
Wir sind auf jeden Fall nach einiger Warterei endlich auf die Fähre gefahren und haben uns oben ins Schiff gesetzt. Die fast vier Stunden auf der Fähre waren aber zeitweise nicht so angenehm. Durch den Sturm, der immernoch über Neuseeland hing, war der Wellengang dementsprechend sehr stark. Wir waren zwar nicht seekrank, allerdings hatten wir beide dadurch etwas Kopfschmerzen. Es war aber trotzdem lustig anzusehen, wie die Leute wie betrunken durch das Schiff getorkelt sind, weil es so sehr hin- und hergesschwankt ist... :D
Angekommen in Wellington waren wir dann froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und sind nur noch im Dunkeln zu einem Campingplatz gefahren, den wir schon vom letzten Mal kannten.
Gestern sind wir dann nochmal nach Wellington reingefahren und haben etwa drei Kilometer außerhalb geparkt, weil da der erste kostenlose Parkplatz war, den wir gefunden haben. Erst mussten wir dann die ganze Strecke die Promenade entlang in die Stadt laufen, wo wir fast den ganzen Tag im "Te Papa" Museum verbracht haben. In dem Museum waren wir ja schon das letzte Mal, haben aber längst nicht alles gesehen und waren so begeistert, dass wir nochmal zurück wollten. In Deutschland fanden wir Museen fast immer langweilig, aber das Museum ist einfach nur toll, interaktiv und beeindruckend. Dieses Mal hat uns ganz besonders die "Gallipoli" Ausstellung beeindruckt, in der die Geschichten mehrerer neuseeländischer Soldaten in einer Schlacht im ersten Weltkrieg erzählt wird. Für die Schlacht in Gallipoli gegen die Türkei wurde hier in Neuseeland und in Australien am 25. April der "ANZAC-Day" (ANZAC=Australian and New Zealand Army Corps) als Gedenktag eingeführt und ist immernoch ein Feiertag. In der Ausstellung wurden die Soldaten und eine Krankenschwester in etwa dreifacher normaler Körpergröße als Wachsfiguren im unterschiedlichen Situationen (z.B. im Kampf, beim Essen, beim Trauern um Kameraden,...) ausgestellt. Dazu gab es noch sehr viele interessante Ausstellungsstücke, nachgebaute Hütten und Modelle, die z.B. gezeigt haben, wie die unterirdische Tunnel gebaut haben, wo die Frontlinien verliefen oder wie die tödlichen Waffen im Körper wirken. Die Ausstellung war sehr interessant aber auch ziemlich bedrückend auch durch die Geräusche und die Dunkelheit, sodass wir uns danach erstmal hinsetzen mussten.
Danach haben wir uns noch ein paar andere Ausstellungen angeguckt, bevor wir nochmal drei Kilometer weiter durch die Stadt zum "Westpac-Stadium" gegangen sind. Dort hat gestern Abend ein Rugbyspiel zwischen den "Hurricanes" aus Wellington und den "Waratahs" stattgefunden und wir waren dabei! Wenn man in Neuseeland ist, muss man natürlich auch mal ein Rugbyspiel sehen, ist ja schließlich der Nationalsport! Aber bevor wir ins Stadion konnten, mussten wir erst den riesigen Schokokuchen aufessen, den wir vorher gekauft haben und den man natürlich nicht mit reinnehmen durfte. Danach waren wir erstmal vollgestopft! :D
Im Stadion haben wir dann noch Hurricanesflaggen bekommen und haben aufgeregt auf das Spiel gewartet. Das Stadion war nicht ganz voll und wir müssen sagen, dass die Stimmung in Fußballstadien viel besser ist und die Fans viel mehr Stimmung machen. Das Spiel war trotzdem sehr cool! Wir haben uns natürlich vorher die Regeln angeguckt und haben sogar fast alles verstanden. Insgesamt muss man sagen, dass das ganze echt aggressiv ist. Irgendwie kam es uns vor wie eine Mischung aus Football und Wrestling mit kleinen Abweichungen... :D Auf jeden Fall liegt fast immer wer am Boden, die schmeißen sich rücksichtslos gegenseitig um und dann natürlich wenn einer liegt alle obendrauf. Und das alles ohne Körperschutz! Das sind echt harte Typen! Wir fanden es ziemlich spannend uns das mal anzuschauen und am Ende haben dann auch die Hurricanes 38:28 gewonnen.
Nach dem Spiel sind wir erstmal wieder die drei Kilometer in die Stadt gegangen, waren noch Pizza essen, sind dann noch die drei Kilometer zum Auto gegangen und waren dann echt müde vom Tag und durchgefroren. Auf dem Rückweg konnten wir dann noch Wellington bei Nacht bewundern und sind dann, als wir um halb 12 beim Campingplatz angekommen sind, nur noch völlig fertig ins Bett (Isomatte:D) gekippt.
Heute Morgen sind wir nach einigen Einkäufen weiter die Westküste hochgefahren und haben an einem schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die kleine vorgelagerte Insel "Kapiti Island" angehalten. Dort hatte man einen tollen Blick auf die Insel und weit über die Küste! Den Blick haben wir danach nochmal von einem kleinen Berg aus genossen, auf den wir schnell draufgewandert sind und der echt steil war. Später sind wir noch weiter nördlich an den "Otaki Beach" gegangen und haben einen kleinen Strandspaziergang gemacht an dem wunderschönen Strand gemacht.
Jetzt sitzen wir grade im Auto und machen eine lange Fahrt von über 200km in den "Tongariro Nationalpark", weil das Wetter ab Mittwoch katastrophal werden soll und wir dort noch ein paar schöne Tage haben wollen.
Wir melden uns bald wieder bei euch! :)

 

05April
2017

Die letzten Tage auf der Südinsel

Die letzten Tage waren bei uns sehr unspektakulär. Da es den ganzen Sonntag und Montag geregnet hat, haben wir unseren freien Tag im Haus verbracht und auch am Montag nur drinnen gearbeitet. Wir sollten Gold und Silber polieren... :D War sehr langweilig, aber zum Glück ja auch der letzte Arbeitstag.
Gestern Morgen haben wir uns dann, nachdem wir unsere kleine Hütte aufgeräumt und geputzt haben, verabschiedet.
Eigentlich waren wir ganz froh endlich wieder weiterzufahren, nur werden wir den Komfort eines eigenen Bettes und Badezimmers sehr vermissen.
Am Anfang war das Wetter auch noch ganz gut, nur nachdem wir einkaufen waren und weiter in Richtung Osten gefahren sind, wurde es immer windiger. Wir sind also direkt auf den Campingplatz gefahren, wo es dann auch schnell angefangen hat zu schütten. Der Sturm, der letzte Woche Teile der Ostküste Australiens überflutet hat, ist jetzt auch hier in Neuseeland angekommen.
Abends haben wir dann irgendwie versucht Nudeln zu kochen, allerdings sind die Gaskartuschen überhaupt nicht gegen den Sturm angekommen und waren am Ende leer. Die Nudeln waren dementsprechend nicht fertig gekocht und nicht besonders lecker.
Die Nacht haben wir wohl oder übel im Auto verbracht. Die Kombi aus Wind, Regen und unserem Zelt verträgt sich wie wir schon länger wissen nicht gut.
Heute Morgen kam dann noch ein Problem dazu. Eine Maus hat unsere Vorräte im Kofferraum angefressen und wir haben keine Ahnung wie die da rein gekommen ist. Also haben wir erstmal alles, was wir nicht kochen wegschmeißen müssen und haben uns eine große verschließbare Plastikbox zum Verstauen von Essen gekauft. Dann auch noch neue Gaskartuschen und eine Solarlampe, da wir jetzt abends schon immer im Dunkeln kochen und essen müssen.
Nachdem wir dann in Blenheim auch noch neue Essensvorräte gekauft haben, hat es noch stärker angefangen zu regnen und zu stürmen. Auf dem Weg zum nächsten Campingplatz haben wir schon überflutete Straßen und Weiden gesehen und sind froh, dass der Campingplatz ein Parkplatz mit Teerboden ist und wir nicht steckenbleiben können.
Bei dem Wetter wollten wir dann auch nicht mehr an Strände oder andere sehenswerte Orte fahren, sondern verbringen jetzt den Nachmittag im Auto auf dem Campingplatz. Die Nacht werden wir dann wieder im Auto schlafen und gekocht wird heute Abend auch nicht. Schon beim Versuch unser Mittagessen aus dem Kofferraum zu holen, sind wir klitschnass geworden.
Schade, dass unsere letzten Tage auf der Südinsel so aussehen. Morgen Nachmittag geht dann schon wieder unsere Fähre nach Wellington und von unserem Plan, dann nochmal einen schönen Blick auf die Marlborough Sounds werfen zu können, wird dann wohl auch nichts.
Bald wird es hoffentlich wieder besser...
Bis bald :)

01April
2017

Wahre Meisterköche am Werk!

Jetzt ist unser erstes Mal Wwoofen hier auch schon fast wieder zu Ende. Am Dienstag reisen wir von hier ab und es geht nach Picton in Richtung Fähre. Die letzten Tage haben wir vormittags noch einiges im Garten zu tun gehabt und haben auch einige kulturelle Unterschiede entdeckt. Einmal ist es eine doch etwas andere Erfahrung, wenn die Dusche mitten drin eiskalt wird und man erstmal eine riesige Gasflasche auswechseln muss, bevor es weitergeht. Besonders seltsam war es aber für uns, als Reg angekündigt hat: "Today we're gonna burn." Das bedeutete, dass wir eine riesige, rostige Tonne aufgestellt haben, mit Plastik(!!!)müll und allem möglichen anderen Haushaltsmüll gefüllt haben, Benzin reingeschüttet und angezündet haben. Auf unsere Nachfrage wurde uns versichert, dass das so normal sei und man sich ja die Benzinkosten zur Mülldeponie sparen könne... Naja hier auf dem Land gibt es zumindest keine Müllabfuhr. Trotzdem hat der aufsteigende, stinkende Plastikmüllrauch ziemlich unser Umweltbewusstsein gestört. Das ist uns aber auch schön öfter aufgefallen, Neuseeland ist sehr heuchlerisch bei Unweltangelegenheiten. Eigentlich soll alles super toll und unweltbewusst sein, schaut man aber einmal hinter die Kulissen, ist nicht mehr alles so toll.
Dann sind wir nochmal ein bisschen an unsere Ekelgrenze gestößen, als wir Wurmdünger herstellen sollten. Reg hat in einem Kompost ganz viele Würmer und der Saft, der da immer rausfließt, soll gut zum Düngen sein. Wir mussten also Würmer und alten Müll durchkneten, mit Wasser verdünnen und die gewöhnungsbedürftige braune Flüssigkeit in den Beeten verteilen. Außerdem haben wir noch ein bisschen Unkraut gejätet und Pflanzem beschnitten.
Die Nachmittage haben wir entweder am Strand verbracht oder uns im Haus ausgeruht. Julian musste ja Bewerbungen für ein Vorpraktikum schreiben... ;)
Heute Morgen kam dann die Ankündigung, dass wir mal was typisch deutsches für Reg kochen sollen. Erstmal waren wir etwas verzweifelt auf der Suche nach etwas, was man kochen könnte und was es hier in Neuseeland auch so gibt. Besonders schwierig fand ich auch die Aussage typisch deutsch, da vor allem wir zuhause sehr international essen.
Im Endeffekt haben wir uns dann für Jägerschnitzel entschieden und ihn mit einer Einkaufsliste losgeschickt. Der Einfall selbst zu Panieren, wurde dann von Reg durchkreuzt, der kein passendes Fleisch gefunden hat und dann einfach schon fertig panierte Rinderschnitzel gekauft hat. Wir waren erstmal ein bisschen enttäuscht, da das ja nicht wirklich das war, was wir wollten. Aber das ist auch ein bisschen typisch Neuseeland und sehr wie in den USA. Alles schon fertig und ungesund, essenstechnisch ist Neuseeland sehr amerikanisch.
Am Ende hat es dann aber doch ganz gut geschmeckt und vor allem unsere Champignonsoße hätte einen Preis verdient. Die war wirklich lecker, da konnten wir auch über die Fertigschnitzel hinwegsehen, die dann doch auch ganz gut waren.
Mal sehen, wie die letzten Tage hier so werden, wir werden auf jeden Fall auf der Nordinsel nochmal Wwoofen. Beim letzten Mal war es sehr schwierig mit dem Bewerben, aber dieses Mal haben wir schon viele Zusage bekommen und uns die besten ausgesucht, wo wir Ende April hingehen werden. Wahrscheinlich reisen jetzt schon viele ab und die verbleibenden Wwoofer sind begehrter...
Wir melden uns bald wieder :)

 

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