Julian und Lea in Neuseeland

18Mai
2017

Ayutthaya, die alte Kaiserstadt

Heute ging es für uns nach Ayutthaya, der alten Kaiserstadt von Siam und einer der ehemals größten Städte der Welt. Die Anreise dorthin war schon ein kleines Abenteuer! Von unserem Hotel in Bangkok aus haben wir versucht ein Tuktuk zu bekommen, das hat aber einige Zeit gedauert, da alle Fahrer viel zu hohe Preise haben wollten. Als wir endlich einen Fahrer weit genug runter handeln konnten, ging es mit Turbo durch den wuseligen Verkehr in Bangkok zum Bahnhof. Das war ein Erlebnis für sich: Wir saßen zusammengequetscht mit zwei großen und zwei kleinen Rucksäcken auf der engen Rückbank und mussten aufpassen, dass keiner unser Rücksäcke über Bord geht. Schließlich sind die Tuktuks komplett offen und ziemlich klein. Wir sind aber gut am Bahnhof angekommen und haben uns erstmal informiert, welchen Zug wir denn nach Ayutthaya nehmen können. Wir hatten Glück und nur 15 Minuten später ging ein Zug, für den wir uns dann auch direkt dritte Klasse Tickets gekauft haben. Noch vor einigen Jahren wurden an Touristen keine dritte Klasse Tickets verkauft, aber wir können nicht verstehen wieso. Für die zwei Stunden nach Ayutthaya war das völlig in Ordnung und wir saßen nur mit Mönchen in unserem Abteil... :D Ein Mönch, den ich beim Einsteigen angelächelt habe, hat uns beiden ein kleines rotes Tuch, mit thailändischen Zeichen drauf, geschenkt. Die Fahrt war auch interessant: Zuerst ging es durch die Großstadt, dann an slumartigen und total verdreckten Gegenden vorbei und später durch Felder. Zum Glück gibt es Maps, weil sonst wären wir niemals an der richtigen Haltestelle ausgestiegen. Aber so hat es dann doch mit etwas Hektik ganz gut geklappt, weil wir zum Glück kurz vorher auf die Karte geguckt haben. In Ayutthaya haben wir erstmal nach günstigen Hotels gesucht und haben uns dann mit Rucksäcken bepackt ein paar Kilometer durch die Hitze zum ersten Hotel geschleppt. Zum Glück war das dann schon ganz gut und preislich ok, sodass wir nicht noch weiter gehen mussten. Unsere T-Shirts waren schon nass genug. :D Im Hotel haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht und wollten dann noch etwas die Stadt erkunden. Wir haben uns im Hotel Fahrräder ausgeliehen und sind auf Hinweis der netten Hotelbesitzerin nochmal zum Bahnhof gefahren, um für Morgen unsere Nachtzugtickets nach Chiang Mai zu kaufen. Auf dem Weg mussten wir die schweren Fahrräder die Treppen zu einer hohen Autobahnbrücke hochschleppen, was die Hölle war in der Hitze. Beim Bahnhof hatten wir dann aber Glück und haben noch zwei der letzten Tickets bekommen. Morgen Nacht liegen dann wohl fast 12 Stunden Zugfahrt vor uns...
Danach sind wir mit den Fahrrädern zurück in die Stadt. Es ist schon was anderes mit den Fahrrädern zwischen all den Autos, Rollern und Tuktuks auf der mehrspurigen Straße zu fahren, wo generell immer viel zu viele Menschen wild durcheinander fahren und es immer voll ist. Aber bis jetzt ist alles gut gegangen und wenn man ein bisschen frech ist, kommt man auch überall dazwischen. Für uns ging es als nächstens auf den "Night Market", der zum Glück um vier schon auf hatte und wo wir uns eine leckere Schokowaffel gekauft haben. Gestärkt ging es weiter zum "Wat Mahathat", einem der Tempel aus der Siamzeit, die danach zerstört wurden. Die Ruinen sind aber immernoch beeidruckend und erinnern an die ehemalige Schönheit des Tempels. Besonders fallen die vielen kopflosen Buddhastatuen auf, mit denen man keine Bilder machen darf, auf denen man so tut als sei man der Kopf... :D Als wir durch den Tempel spaziert sind, waren wir so müde, dass wir uns nurnoch im Supermarkt mit Wasser eingedeckt haben und zurück ins Hotel gefahren sind. Die Hitze nimmt uns doch sehr mit.
Gleich gehen wir nochmal bei Nacht auf den Night Market und bummeln etwas länger dort herum.
Wir melden uns bald wieder! :)