Julian und Lea in Neuseeland

17Mai
2017

Die zwei Seiten von Bangkok

Heute wollten wir zuerst zum "Wat Pho" gehen, sind aber ausversehen in einen anderen Tempel gegangen... Ja, hier gibt es viele Tempel. Da der aber kostenlos war, haben wir uns den auch kurz angeguckt. Danach ging es weiter zum Wat Pho, der für seine riesige liegende Buddhastatue bekannt ist. Und die ist wirklich riesig! Dieser riesengroße goldene Buddha ist 50m lang und liegt in einem Tempel, was ein wirklich beeindruckendes Bild abgibt. Auffällig war, dass dieser Buddha und generell die Buddhastatuen hier, garnicht dick sind, so wie man es sich vorstellt, sondern ziemlich dünn. Im Wat Pho sollte es nämlich nicht nur bei einer Statue bleiben, sondern überall standen goldene Buddhas rum. Wir hatten einen sehr lustigen Moment, als plötzlich ein Mönch mit orangener Robe und einem iPhone 7 ankam und ein Foto vor dem Buddha wollte. Auch nicht, wie man sich das Mönchsleben vorstellt... ;)
Das Tempelgelände des Wat Pho ist sehr schön und für uns bis jetzt das schönste hier in Thailand. Alles ist schön verziert und bunt, aber es gibt auch schöne Innenhöfe mit Brunnen und Bäumen. Während wir uns im Tempel umgesehen haben, gab es einen extremen Regenschauer, der hat aber nur 10 Minuten gedauert und dann war alles wieder gut. So ist hier wohl die Regenzeit. Immer mal ein extremer Schauer und dann lange Ruhe. Heute war es trotzdem wieder super heiß und wir sind fast eingegangen, trotz Regenschauern und manchmal etwas Wind.
Vom Wat Pho ging es für uns zum "Wat Arun". Dafür mussten wir den Fluss, den "Cho Phraya", mit einer Fähre überqueren. Wackelige Angelegenheit... :D Am Wat Arun wurde leider gerade gebaut, deshalb war er nicht so schön wie sonst, aber man konnte trotzdem seine Schönheit noch erkennen. Auch dort sind wir ein bisschen rumspaziert und ich habe doch noch einen dicken Buddha entdeckt. ;) Danach ging es weiter zum "Wang Lang Market", einem wuseligen Markt in engen Gassen, wo von allem möglichen Essen über Schmuck und Klamotten alles verkauft wurde. Das war schon ein Erlebnis sich durch diese wuseligen engen Gassen zu schieben und dabei die ganzen Farben, Geräusche und Gerüche zu erleben. Danach waren wir schon ziemlich kaputt, da wir schon sehr weit gegangen sind. Also ging es für uns mit einem Expressboot den Cho Phraya entlang, wobei man die Stadt nochmal aus einem anderen Winkel gesehen hat. Das Boot war super voll, wahrscheinlich auch, da wir das normale, billigere Boot für Einheimische und nicht das Touristenboot genommen haben. Ausgestiegen sind wir dann in der Nähe von Chinatown, wo wir uns verzweifelt auf die Suche nach Essen gemacht haben, das noch gewissen Hygienestandards entspricht. Chinatown ist echt groß, bunt und laut und man fühlt sich wirklich wie in China. Abgesehen von der Hauptstraße, an der natürlich auch alles chinesisch ist, hat der ganze Bereich was von einem riesigen Markt, der uns an den Wang Lang Market erinnert hat. Es war voll, wuselig, bunt und laut und überall gab es Essen, was offen rumlag und alle möglichen anderen kleinen Läden und Snackstände. Wir hatten trotzdem Schwierigkeiten etwas essbares für uns zu finden und haben uns erst wieder auf der drei Kilometer entfernten Kao San Road an etwas rangetraut. Das war echt ein verspätetes Mittagessen... Auch der Weg dahin war nochmal anstrengend, da die Ampeln hier generell so gut wie nie grün werden und man deshalb über vierspurige Straßen rennen muss, auf denen Taxis, Roller und Tuktuks wild durcheinander fahren. Das ist manchmal echt gefährlich.
Heute sind uns besonders die zwei Seiten von Bangkok aufgefallen. Auf der einen sind die riesigen prunkvollen Tempel überall in der Stadt und auf der anderen Armut, Müll und Gestank. Wir haben sehr viele Obdachlose gesehen, die an der Straße auf Müllsäcken liegen und viele streunende Katzen und Hunde. Auch das hier gefühlt garkeine Hygienestandards beim Essen eingehalten werden ist manchmal echt ekelig. Vor allem wenn die Fliegen um das Essen fliegen und das rohe Fleisch unbedeckt direkt an der Straße liegt. Vor allem fällt aber das Müllproblem auf. Überall liegt Müll rum und in den Flüssen schmimmen Unmengen an Müll rum. Manchmal stinkt es auch sehr stark in der Stadt und wir haben auch schon mehrere Ratten gesehen. Wir müssen sagen, dass Bangkok nicht unsere Lieblingsstadt wird, auch noch wegen der schrecklichen Hitze, aber trotzdem interessant und teilweise schön ist.
Wir gehen gleich nochmal raus, essen und bummeln.
Bis bald :)